Ungerechtigkeit als Herausforderung
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Vorweg: Wenn es kontroverse Standpunkte zu diesem Thema gibt, versucht mit gutem Beispiel voran zu gehen und dennoch sachlich zu bleiben. Sonst schlage ich in meiner Funktion als Moderator zu. Wink

Ungerechtigkeit: Manko oder Chance?

Angesichts des näher rückenden Spielstarts würde ich gerne etwas Aufmerksamkeit für ein Problem schaffen, das man von vielen Shards kennt, welches aber bei uns in noch stärkerer Form auftreten könnte - zumindest wenn die Spieler es als Problem empfinden:

Ungerechtigkeit (Ingame) und eine asymmetrische Machtverteilung, die scheinbar zu Benachteiligungen führen kann.

Mit unserem Dark / Low Fantasy Setting versuchen wir uns klar zu positionieren, teilweise von anderen Shards abzugrenzen. Dies zeigt sich in einigen Konzepten bezüglich unserer Spielwelt:

- Magieausübung wird teilweise skeptisch beäugt und kann zu Diskriminierungen führen. Insbesondere Hexerei ist sehr gefährlich.
- Die Obrigkeit hat große Macht, kann teilweise willkürlich agieren. Teilweise ist sie von Korruption durchsetzt.
- Der Adel und das Ständesystem sind fester Teil der Gesellschaft. Dies führt zu einer Ungleichbehandlung, zum Beispiel vor Gericht.
- Kriminalität ist eine alltägliche Selbstverständlichkeit.
- Es gibt die Mithraskirche, die eng mit dem Königtum verbunden ist, und den Mondwächterglauben, der allmählich zurückgedrängt wird. Religiöse Konflikte sind plausibel.
- Auch die Politik ist von Konflikten und Intrigen geprägt.
usw.

Diese Konzepte können aber natürlich nur im täglichen Rollenspiel gelebt werden, wenn sie von den Spielern verinnerlicht werden.
Daher folgendes Gedankenexperiment: Wie würdest du (als Spieler) damit umgehen, wenn...
...dein Magier Anfeindungen dulden muss, obwohl er nach bestem Wissen und Gewissen handelt?
...dein Hexer (fast) nur im Geheimen seine Zauberei praktizieren kann?
...du von einer korrupten Stadtwache zu einer Geldstrafe verdonnert wirst, obwohl du unschuldig bist?
...jemand von höherem Stand von dir mit Respekt behandelt werden muss, obwohl er "nichts dafür geleistet" hat?
...du an manchen Tagen fest damit rechnen kannst, außerhalb der Stadt ausgeraubt zu werden?
usw.

Wie stehst du als Spieler dazu, nachdem du dich einmal in die "Opferrolle" versetzt hast? Sind diese Dinge für dich ein Manko? Halten sich Vor- und Nachteile die Waage? Oder siehst du in ihnen vor allem eine Bereicherung / Herausforderung / Chance für neue Rollenspiel-Situationen?
Und wovon hängt deine Bewertung ab? Gibt es da klare Linien, die für dich nicht überschritten werden dürfen?
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Nachrichten in diesem Thema
Ungerechtigkeit als Herausforderung - von Demiurg - 12.03.2013, 17:57
RE: Ungerechtigkeit als Herausforderung - von Tahris - 12.03.2013, 20:47
RE: Ungerechtigkeit als Herausforderung - von Niobe - 12.03.2013, 21:10
RE: Ungerechtigkeit als Herausforderung - von Niobe - 17.03.2013, 19:20
RE: Ungerechtigkeit als Herausforderung - von Tahris - 18.03.2013, 17:27
RE: Ungerechtigkeit als Herausforderung - von Niobe - 14.04.2013, 11:53
RE: Ungerechtigkeit als Herausforderung - von Niobe - 14.04.2013, 16:28



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